Leistungen:
Peter Paul Rubens: "Juno und Argus", Die Restaurierung home

Bei unserer Arbeit zeigte sich, dass die ursprünglichen Schadensbereiche durch die häufigen Überarbeitungen sehr großflächig überkittet und übermalt waren. In einigen Bereichen konnte durch eine Entfernung dieser Kittungen originale Bildsubstanz zurückgewonnen werden.
Der Firnis lag in unterschiedlichen Stärken, zumeist aber sehr dickschichtig auf. Durch dessen massive Gilbung erschien die Darstellung insgesamt sehr warm und dunkel. Nach der Abnahme der jüngeren Schichten fanden sich alte Schichten, die sehr stark verbräunt und zum Teil pigmentiert und krepiert waren. Nach vorherigen Lösemittelproben wurden die Firnisschichten in den stark verschleierten/verunklärten Bereichen, wie dem Gefieder der Pfauen und der Landschaft im Hintergrund, abgenommen oder reduziert.

Abgenommener Firnis im rechten Bildteil.

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Mikroskopaufnahme des krepierten Firnis (M=1mm)

Aufnahmen aus dem Bereich des Pfauenflügels. Die drei Abbildungen zeigen wie stark der verbräunte und krepierte Firnis die detailreiche Malerei verdeckt.

Abbildung oben links: Während der Firnisabnahme. Der krepierte Firnis ist an der milchigweißen Fläche zu erkennen.

Abbildung oben rechts: Endzustand.

Abbildung unten links:
Auf der Abbildung ist deutlich zu sehen, das der stark verbräunte und krepierte Firmis das originale Azuritblau des Gefieders verdeckt.

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